
Auf einem Boden, auf dem mehrere große Pressen gleichzeitig arbeiten, ist elektrisches Rauschen nicht nur ein störender Faktor – es stellt auch eine Bedrohung für den Aushärtevorgang dar. Schon ein kurzer Rückgang der Leistung der Lampe kann dazu führen, dass die Verbindungen zwischen den Molekülen zerbrechen. Dadurch entsteht eine unvollständig ausgehärtete Oberfläche, es treten Haftungsprobleme auf und es entstehen Ausschusswaren. Unsere Quecksilber-UV-Lampe wurde so konstruiert, dass sie eine konstante Spektralverteilung liefert – auch dann, wenn die Anlage sehr laut und überfüllt ist.
Was wirklich wichtig ist: Es handelt sich um eine Hochdruck-Quecksilberdampflampe, die für ein stabiles Lichtbogenverhalten entwickelt wurde. Der Kern der Lampe sorgt für eine vorhersehbare Spektralverteilung – basierend auf den starken Quecksilberlinien bei 365 Nanometern. Zudem wird eine nutzbare Leistung bei 313 Nanometern und 436 Nanometern erzeugt, damit diese Wellenlängen mit den Absorptionsbereichen der Photoinitiatoren in typischen UV-Farben und -Beschichtungen übereinstimmen. Wir kontrollieren die maximale Strahlungsintensität und halten die optische Leistungsdichte am Substrat hoch – damit die Photoinitiatoren schnell genug Radikale erzeugen können, um die Verbindungen zwischen den Molekülen herzustellen, bevor die Geschwindigkeit der Pressen die benötigte Zeit zum Aushärten beeinträchtigt. Der Reflektor verwendet eine dichroische Beschichtung, um die Wellenlängen gezielt zu lenken und die Effizienz der Photonen zu verbessern. Gleichzeitig verhindern eine stabile Zündung sowie regulierte Leistungsschwankungen, dass die Aushärtung beeinträchtigt wird.
Warum die Lampe in einer hektischen Anlage funktioniert: In einer Anlage mit mehreren Maschinen können Störungen wie Spannungsspitzen oder RF-Rauschen auftreten, die das Funktionieren der Lampe beeinträchtigen. Unser Steuergerät und die Abschirmung sind so gestaltet, dass solche Störungen vermieden werden – dadurch bleibt die Stabilität der Lampe erhalten, selbst wenn andere Geräte in Betrieb sind. Der Vorteil ist eine zuverlässige Aushärtung, eine konstante Oberflächenqualität sowie weniger Pausen zur Justierung. Zudem wird die Lebensdauer der Lampe verlängert – die Leistung bleibt über Tausende von Stunden hinweg konstant. Dadurch sind weniger Ausfälle und weniger Störungen im Produktionsablauf notwendig.
Was auf dem Boden unbedingt richtig eingestellt werden muss: Die Leistung der Lampe muss zur Formel der Beschichtung sowie zur Geschwindigkeit der Pressen passen. Zu wenig Energie führt dazu, dass die untere Schicht nicht vollständig ausgehärtet wird. Zu viel Energie wiederum kann das Substrat überhitzen und Energie verschwenden. Bei der Installation muss die Ausrichtung des Reflektors sowie der Abstand zwischen Lampe und Substrat überprüft werden – die Gleichmäßigkeit der Aushärtung hängt vom Strahlungsprofil ab. Außerdem müssen Kompatibilität der Pressen sowie die Anschlüsse überprüft werden – einige Systeme erfordern spezielle Anschlüsse und Kühlsysteme.