
Im Druckbereich ist eine UV-Lampe keine Verbrauchsbatterie – es handelt sich dabei vielmehr um einen Prozessfaktor, ganz einfach. Wenn die Energiedichte bei der Trocknung abweicht, entstehen nicht nur Löcher im Material sowie ein Mangel an Haftung zwischen den Schichten. Es kommt außerdem zu Ausschuss, zusätzlicher Arbeit und Verzögerungen im Produktionsprozess. Wir liefern keine einfachen Lampen – stattdessen bringen wir kalibrierte Radiometer, spektrale Profile sowie eine detaillierte Übersicht über das gesamte System mit. So erhalten Sie eine Diagnose, die Sie bereits am nächsten Tag nutzen können.
Was eigentlich die UV-Trocknung antreibt
Es geht letztendlich um die spektrale Ausstrahlung und die abgegebene Energiemenge. Eine Hochdruck-Quecksilberdampflampe erreicht starke Peaks bei 365 nm, außerdem gibt sie ein breites Spektrum zwischen 313, 405 und 436 nm ab – damit kann man die Absorptionsbereiche der Photoinitiatoren ausnutzen. Wichtig sind dabei die maximale Strahlungsintensität auf der Oberfläche des Materials sowie die abgegebene Energiedichte. Die Geometrie der Reflektoren sowie die dichroitischen Beschichtungen sorgen dafür, dass die Hitze unter Kontrolle bleibt. Die Leistung der Lampe nimmt mit der Zeit ab – ohne genaue Daten geht man von Symptomen aus statt von der Ursache.
Wie wir für Wiederholbarkeit sorgen
Wir prüfen die gesamte Anlage: Die Ausrichtung der Reflektoren, der Abstand zwischen Lampen und Substrat, die Zeitsteuerung sowie die Stabilität der Stromversorgung. Dadurch wird sichergestellt, dass die Trocknungsprozesse bei der gewünschten Geschwindigkeit ablaufen – ohne Raten. So erhalten Sie eine konstante Qualität der Trocknungsprozesse, weniger Ausschuss und weniger Probleme durch vorzeitigen Verschleiß der Lampen. Der Energieverbrauch sinkt, wenn die Leistung der Lampen richtig eingestellt wird. Zudem werden Umrüstungen vorhersehbar, da die Anlage dokumentiert ist und nicht nach Gefühl justiert werden muss.
Die Details, die dafür sorgen, dass alles funktioniert
Die UV-Trocknung ist empfindlich – die Reflexionseigenschaften des Substrats, die Opazität der Tinte sowie die Umgebungstemperatur können die Ergebnisse beeinflussen. Einige Druckmaschinen haben strenge dimensionale Einschränkungen – die Lampen und Reflektoren müssen daher ohne Störungen durch Rahmen oder Sensoren passen. Nach dem Austausch einer Lampe ist eine kurze Kalibrierungsphase erforderlich, um die gewünschten Werte wiederherzustellen. Wir legen vorab die Anschlüsse, Spannungen sowie Montage toleranzen fest, damit die Lampe ohne Betriebsunterbrechungen eingebaut werden kann. Zudem liefern wir dokumentierte Kalibrierungsdaten der Radiometer, damit Sie den Prozess kontrollieren können.